Wollen Sie große Gemüse und Früchte zu wachsen?


Paprika (Capsicum annuum) gehört wie die Tomaten zur Familie der Nachtschattengewächse und die verschiedenen Sorten unterscheiden sich erheblich in Schärfe, Größe und Farbe. Das kommt auch durch die verschiedenen Bezeichnungen Chili, Peperoni und (Gemüse-) Paprika zum Ausdruck. Verantwortlich für die Schärfe ist das Alkaloid Capsaicin, das je nach Sorte in sehr unterschiedlicher Konzentration enthalten ist. Während Gemüse-Paprika kaum Capsaicin enthält, was einem Schärfegrad von Null auf der sogenannten Scoville-Skala entspricht, liegen die kleinen mexikanischen Jalapenos bereits bei 2500-8000 Einheiten.

Das wiederum ist nichts gegen Habaneros, Zuchtformen der Chinesischen Paprika (Capsicum chinense). Ihr Schärfegrad wird je nach Sorte mit 100.000 und 500.000 Einheiten angegeben – für europäische Zungen selbst in kleinsten Mengen schlichtweg ungenießbar. Die Ausfärbung der Schoten von Cremeweiß über Gelb, Orange und Rot bis Dunkelviolett ist ebenfalls sortenabhängig. Sie richtet sich nach der Zusammensetzung der Carotinoide sowie dem Anteil des dunkelroten Farbstoffs Anthocyan. Grüne Paprika-Schoten hingegen werden unreif geerntet, bevor sie ihre sortentypische Farbe annehmen können. Apropos Schoten: Die umgangssprachliche Bezeichnung der Paprikafrüchte ist botanisch nicht korrekt, denn es handelt sich um Beeren.

Aussaat von Paprika

Ob gelb oder violett, ob kleine Zungenbrenner oder große mild-süße Früchte: Im Anbau sind alle Paprikasorten gleich. Paprika zählen zusammen mit Auberginen zu den wärmebedürftigsten Gemüsearten, daher lohnt sich ein Freiland-Anbau nur in sehr warmen Regionen und bei günstigem Kleinklima, beispielsweise vor einer warmen Südwand. Der Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel ist überall in Deutschland möglich und wesentlich ertragssicherer.

Wenn Sie keine fertig gezogenen Paprika-Jungpflanzen kaufen wollen, beginnt der Anbau mit der Aussaat im März. Die Samen werden gleichmäßig in einer mit Anzuchterde gefüllten Pflanzschale ausgestreut und dünn mit Erde bedeckt. Die Samen sollten etwa doppelt so tief gesetzt werden wie sie groß sind. Allerdings gibt es Sorten, die nur bei Licht keimen, das sind aber eher Ausnahmen. Drücken Sie nun die Erde mit einem Brettchen vorsichtig an. Decken Sie die Schale nach dem gründlichen Angießen mit einer transparenten Haube ab und stellen Sie sie hell und möglichst warm auf: Die ideale Keimtemperatur beträgt 25 Grad. Etwa vier Wochen nach der Aussaat werden die jungen Paprika in kleine Töpfe pikiert und bei möglichst hoher Luftfeuchtigkeit hell und warm weiterkultiviert. Tipp: Wenn Sie die Samen in sogenannte Multitopfplatten oder Quickpotplatten aussäen (pro Töpfchen ein Samenkorn), ist das Pikieren in größere Töpfe einfacher, weil jede Paprikapflanze bereits einen kleinen Wurzelballen besitzt.



Buschbohne

Beim Anbau von Bohnen wird zwischen niedrig wachsenden Buschbohnen und den kletternden Stangenbohnen unterschieden. Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) sind ein dankbares Gemüse. Sie bereiten beim Anbau gewöhnlich keine Probleme und bieten eine schnelle Ernte.

Bohnen versorgen den Boden mit Stickstoff. Mit Hilfe bestimmter Bakterien sind ihre Wurzeln in der Lage, Stickstoff der Luft zu binden. Die Wurzelrückstände der Bohnenpflanzen sollten deshalb nach der Ernte im Boden verbleiben. Ausreichender Kalkgehalt (ph-Wert 7) fördert das Wachstum.

Anfangs zurückhaltend wässern, erst mit Blühbeginn steigt der Wasserbedarf. Bei Trockenheit können die Früchte vorzeitig abgeworfen werden.



Gurken

Das großblättrige Gemüse hat einen hohen Wasserbedarf. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sorgt für gute Fruchtbildung. Probleme gibt es manchmal bei anhaltendem Regenwetter. Damit die heranwachsenden Früchte nicht faulen, kann man sie mit Stroh oder Holzwolle unterlegen.

Für eine zeitige Pflanzung ab Mitte Mai sät man Mitte April unter Glas aus; am besten direkt in die Töpfe. Direktsaat ist ab dem 10. Mai möglich, besser jedoch unter Folienabdeckung. Jeweils drei Samen werden 2 bis 3 cm tief ausgelegt; den kräftigsten Sämling lässt man wachsen.

Das anfänglich häufig nötige Hacken entfällt, wenn sich die Pflanze ausbreitet.



Banane

Die auch als Winterharte Banane oder Japanische Faserbanane bekannte Bananenart Musa basjoo erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder. Sie wächst schnell, ist robust und bildet bei guter Pflege und günstigem Klima nach vier bis fünf Jahren sogar gelbe, bis zu zehn Zentimeter lange Bananen. Nach der Blüte und Fruchtbildung stirbt der Hauptstamm ab, hat bis dahin aber reichlich Ableger gebildet.

Die Winterharte Banane ist keine Tropenpflanze, sondern stammt von der Japanischen Insel Ryukyu. Dort herrscht zwar ein mildes, maritimes Klima vor, aber im Winter sackt das Thermometer gelegenlich auch mal deutlich unter den Gefrierpunkt ab. In Mitteleuropa gedeiht die Winterharte Banane am besten, wenn man sie an einem windgeschützten, sonnigen bis halbschattigen Platz in den Garten auspflanzt. Auf humusreichem, gleichmäßig feuchtem Boden wächst die Staude sehr schnell und erreicht schon nach vier bis fünf Jahren Wuchshöhen bis vier Meter. Wie die meisten Stauden stirbt die Winterharte Banane im Herbst oberirdisch ab und treibt im nächsten Frühjahr aus dem Boden neu aus.


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